Dr. rer. nat. med. habil. Eva Gottfried
Wissenschaftskommunikation und Medical WritingBeiträge von Dr. rer. nat. med. habil. Eva Gottfried
Eisenmangelanämie
Eisenmangelanämie: Hypersensitivitätsreaktion nach intravenöser Eisensubstitution
Nicht jede Störung des Eisenhaushalts beim Erwachsenen ist behandlungsbedürftig; bei manifester Eisenmangelanämie ist allerdings eine Eisensubstitution oral oder intravenös (i.v.) angezeigt. Nebenwirkungen wie Hypophosphatämie, Osteomalazie und Hypersensitivitätsreaktionen sind dabei zu managen. Als Ursache für die Überempfindlichkeitsreaktionen wird eine mit Komplementaktivierung einhergehende Pseudoallergie (complement activation-related pseudo-allergy, CARPA) angenommen.
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Non-Hodgkin-Lymphom
Primäre kutane Lymphome: von Immunpathogenese bis Klonalitätsanalyse
Primäre kutane Lymphome (CL) sind seltene Erkrankungen mit vielfältigen Charakteristika und heterogenem Verlauf. Ein besseres Verständnis der molekularen Pathogenese mit Aufklärung der beteiligten immunsuppressiven Komponenten gilt als wichtige Grundlage für die Entwicklung potenter therapeutischer Strategien. Patientenregister sollen die Vernetzung, Diagnostik und Therapie voranbringen.
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Entitätsübergreifend
CAR- und AdCAR-T-Zellen: Potenzial mit Herausforderungen
Der Erfolg konventioneller chimärer Antigenrezeptor-T-Zellen (CAR-T-Zellen) bei B-Zell-Neoplasien spornt etliche Weiterentwicklungen wie Adapter-CAR-T-Zellen an. Aufgrund von Verdachtsmeldungen wird nun das Risiko sekundärer Malignome infolge von CAR-T-Zell-Therapie im Signalbewertungsverfahren der Zulassungsbehörden untersucht. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis wird aber angesichts der Erkrankungsschwere nach wie vor als positiv angesehen.
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Hämophilie
Hämophilie: Gentherapie lernt laufen
Hämophilie A (HA) und Hämophilie B (HB) sind monogenetische Erbkrankheiten, deren Herausforderungen die Therapieentwicklung vorantreiben. Neben Faktorkonzentraten und bispezifischem Antikörper reihen sich Gentherapien in die Liste der Behandlungsmöglichkeiten ein.
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Entitätsübergreifend
Nanobodies: Domäne mit Potenzial für Therapie und Diagnostik
Nanobodies gelten als vielversprechendes Tool aus dem Baukasten der Antikörperfragmente. Bisher gibt es mit Ciltacabtagen-Autoleucel (Cilta-cel) nur eine EU-Zulassung für die Onkologie; in der Entwicklung richten sich die Blicke auch auf Imaging, Tracking und Antigenneutralisierung.
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Hodgkin-Lymphom
Hodgkin-Lymphom: Mit ctDNA-Analyse Subtypen identifizieren
Trotz hoher Heilungsraten in der Erstlinientherapie bleibt das rezidivierte und refraktäre Hodgkin-Lymphom (r/r HL) eine Herausforderung. Die Sequenzierung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) dient zur Definition von HL-Subtypen, die durch Unterschiede in Genetik, Tumor-Microenvironment (TME) und klinischen Zeichen hervorstechen und auf die Identifizierung neuer Therapieansatzpunkte hoffen lassen.
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Non-Hodgkin-Lymphom
Primär mediastinales B-Zell-Lymphom – auf der Suche nach neuen Biomarkern
Das primär mediastinale B-Zell-Lymphom (PMBL, PMBCL) ist als eigenständige Entität der Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) definiert. Eine partielle Ähnlichkeit der malignen Zellen mit Reed-Sternberg-Zellen des klassischen Hodgkin-Lymphoms (HL) erschwert die Diagnostik, in der nicht-/minimal-invasive Verfahren wie circulating tumor DNA (ctDNA) als neue Biomarker in den Blick geraten. Wie bei anderen B-Zell-Lymphomen bieten Checkpoint-Inhibitoren und CAR-T-Zell-Therapien vielversprechende Therapieoptionen für die Zweit- und Drittlinie.
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DLBCL
CAR-T-Zell-Therapie: Selektion und Monitoring von r/r DLBCL-Patient:innen
Die CAR-T-Zell-Therapie etabliert sich zunehmend bei CD19-positiven lymphatischen Neoplasien und wird durch neue Daten zum Überlebensvorteil von Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem großzelligem B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) unter Axi-cel untermauert. Darüber hinaus bietet die Diskussion über Kriterien bei der Patient:innenselektion und Methoden zum molekularen Monitoring der CAR-T-Zellen mittels digital-droplet PCR (ddPCR) neue Möglichkeiten im Rahmen der Therapie.
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Thalassämie
Therapeutische Hoffnungsträger bei Beta-Thalassämie
Thalassämien resultieren aus molekularen Defekten in einzelnen Globingenen, was die Hämoglobinsynthese und Erythrozytenreifung behindert. Beta (β)-Thalassämie mit Störung der β-Globinkette ist weltweit die häufigste hereditäre monogenetische Erkrankung. Das klinische Bild reicht von unauffällig bis Transfusionspflichtigkeit. Die rein symptomatische Behandlung basiert auf Erythrozytentransfusion und Eisenchelatoren, gegebenenfalls ergänzt durch Luspatercept zur Förderung der Erythrozytenreifung. Ein verbessertes Verständnis der molekularen Mechanismen ermöglicht die Entwicklung gentherapeutischer Ansätze mit perspektivisch kurativem Anspruch. Hoffnungsträger ist eine CRISPR/Cas9-gesteuerte Gentherapie zur (Re-)Aktivierung von fetalem Hämoglobin (HbF), um lebenslange Transfusionsnotwendigkeit und Folgeerkrankungen zu umgehen.
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DLBCL
CAR-T-Zell-Therapie: Selektion und Monitoring von r/r DLBCL-Patient:innen
Die CAR-T-Zell-Therapie etabliert sich zunehmend bei CD19-positiven lymphatischen Neoplasien und wird durch neue Daten zum Überlebensvorteil von Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem großzelligem B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) unter Axi-cel untermauert. Darüber hinaus bietet die Diskussion über Kriterien bei der Patient:innenselektion und Methoden zum molekularen Monitoring der CAR-T-Zellen mittels digital-droplet PCR (ddPCR) neue Möglichkeiten im Rahmen der Therapie.
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CLL
Zielgerichtete Therapien verdrängen Chemoimmuntherapie bei CLL
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) nimmt sehr heterogene Verläufe. Im CLL-Management haben zielgerichtete Therapien wie Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi), BCL-2-Inhibitoren und Anti-CD20-Antikörper der Chemoimmuntherapie (CIT) inzwischen den Rang abgelaufen. Die neuen Substanzen greifen in B-Zell-Rezeptor-Signalübertragung und Zelltod-Regulation ein, sind aber vor Resistenzentwicklung noch nicht gefeit. Ein umfassendes CLL-Profiling könnte tiefere Einblicke in die Onkogenese der CLL bieten sowie Therapieentscheidungen und Verlaufsprognosen bereichern.
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Entitätsübergreifend
Genommedizin und ihr Nutzen für seltene Erkrankungen
Die bundesweite genommedizinische Plattform genomDE soll dazu beitragen, dass Patient:innen stärker von der Auswertung genomischer Daten profitieren können. Als erste Modellbereiche zur systematischen Zusammenführung von Daten dienen den Forscher:innen seltene Erkrankungen und die Onkologie. Die Verankerung der Plattform in der Regelversorgung soll Diagnosestellung, Behandlung und Prävention bei bestimmten Krankheiten weiter verbessern.
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