Journal Hämatologie

CML | Beiträge ab Seite 2

Einleitung

Chronische myeloische Leukämie (CML)

Die chronische myeloische Leukämie ist eine langsam fortschreitende, maligne Erkrankung des blutbildenden Systems, die zu den myeloproliferativen Neoplasien zählt. Genetische Veränderungen in weißen Blutkörperchen führen zur unkontrollierten Vermehrung maligner Zellen bis hin zur Blastenkrise. Mithilfe einer zielgerichteten Therapie mit Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) wie Imatinib lässt sich eine frühzeitig erkannte Erkrankung gut beherrschen und häufig eine relativ normale Lebenserwartung erreichen.
Lesen Sie mehr 
Die chronische myeloische Leukämie (CML) hat sich seit der Zulassung des ersten Tyrosinkinase-Inhibitors (TKI) Imatinib vor 20 Jahren von einer nach wenigen Jahren tödlich verlaufenden zu einer chronischen Erkrankung gewandelt. Bei der Mehrheit aller Patient:innen kann die CML durch die Therapie mit TKI soweit zurückgedrängt werden, dass das charakteristische BCR-ABL-Fusionsgen im molekularen Monitoring kaum oder gar nicht mehr nachweisbar ist und somit von einer tiefen (deep) molekularen Remission (DMR) gesprochen werden kann. In den letzten 10 Jahren wurde in klinischen Studien bewiesen, dass das kontrollierte Absetzen des TKI nach mehreren Jahren in DMR unter definierten Bedingungen mit dem Ziel des Erhalts der therapiefreien Remission (TFR) sicher ist und mehr als die Hälfte der therapiefreien Patient:innen die DMR langfristig erhalten können. Derzeitiges Forschungsziel ist es, weitere prädiktive biologische und klinische Faktoren für ein erfolgversprechendes TKI-Absetzen und Maßgaben, nach denen die TKI-Therapie wieder aufgenommen werden muss, einzugrenzen.
Lesen Sie mehr 
CML

CML: Ponatinib als Therapieoption mit sehr guter Wirksamkeit

Heute steht nicht nur ein einziges Medikament zur Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) zur Verfügung, sondern es sind insgesamt 5 Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) wie Ponatinib zugelassen. Hinzu kommen andere Optionen wie die allogene Stammzelltransplantation. „Wir haben für die CML tatsächlich eine Therapie­landschaft“, betonte Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Jena. In diesem Kontext erläuterte er die Stellung von Ponatinib bei dieser Indikation.
Lesen Sie mehr 
CML

CML: Überlegenheit von Bosutinib durch finale 5-Jahres-Daten bestätigt

PatientInnen mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+) chronischer myeloischer Leukämie (CML) erreichen unter Bosutinib (Bosulif®) ein schnelleres und tieferes Ansprechen als unter Imatinib. Dies untermauern die finalen 5-Jahres-Daten der Studie BFORE. Die überlegene Wirksamkeit von Bosutinib zeigte sich über alle Sokal-Risikogruppen hinweg. Zusammen mit den Ergebnissen der BYOND-Studie zeigen diese Langzeitdaten, dass Bosutinib hier eine bewährte langfristig gut wirksame und gut verträgliche sowie einfach anzuwendende Therapieoption ist.
Lesen Sie mehr 
CML

TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib basierter Therapie bei Patienten mit CML

Die Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) hat sich in den vergangenen Jahren wesentlich weiterentwickelt. CML-spezifische Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) der zweiten Generation wie Nilotinib (Tasigna®) haben in klinischen Studien ihre Überlegenheit gegenüber dem Erstgenerations-TKI Imatinib hinsichtlich des Erreichens schnellerer und tieferer Remissionen gezeigt (1). Aktuelle Studien wie die TIGER-Studie untersuchen nun, ob die molekularen Ansprechraten noch weiter gesteigert werden können, wenn Nilotinib mit pegyliertem Interferon-alpha (PEG-IFN-α) kombiniert wird.
Lesen Sie mehr 
CML

CML: State of the Art 2019

Mit der Einführung der zielgerichteten Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) hat sich die chronische myeloische Leukämie (CML) von einem lebensbedrohlichen Blutkrebs zu einer chronischen Krankheit gewandelt – mit einer normalen Lebenserwartung bei guter Lebensqualität für die Patienten. Allerdings bedeuten selbst dauerhaft negative PCR-Ergebnisse nicht, dass der Patient damit geheilt ist. Eine lebenslange und regelmäßige Kontrolle des BCR-ABL-Wertes ist unverzichtbar.
Lesen Sie mehr 
CML

CML: Tiefere molekulare Remissionen durch Switch auf Zweitgenerations-TKI nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib

Für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) stehen neben dem Erstgenerations-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Imatinib auch Zweitgenerations-TKIs wie Nilotinib (Tasigna®*) zur Verfügung. Drei großen klinischen Studien zufolge sind Zweitgenerations-TKIs im Vergleich zu Imatinib besser wirksam und induzieren eine schnellere und tiefere molekulare Remission (1-3). Eine aktuelle russische Beobachtungsstudie konnte nun zeigen, dass auch Patienten, die unzureichend auf Imatinib angesprochen hatten, von einer Umstellung auf einen Zweitlinien-TKI wie Nilotinib hinsichtlich einer tieferen molekularen Remission profitieren.
Lesen Sie mehr 
CML

Absetzen der CML-Therapie – „therapiefreie Remission“

Die Zahl der Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) nimmt weltweit rapide zu, weil die Einführung der ABL-Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) ihre Lebenserwartung nahezu normalisiert hat. Das nächste Ziel bei dieser Erkrankung ist das Erreichen einer therapiefreien Remission (TFR) für möglichst viele Patienten, d.h. die Möglichkeit, die Therapie abzusetzen und dennoch die Leukämie langfristig kontrollieren zu können.
Lesen Sie mehr 
CML

Studien der Deutschen CML-Studiengruppe

Die Forscher der CML-Studiengruppe führen ein breites Spektrum an klinischen Studien durch. Zehn von Prüfern initiierte Studien rekrutieren derzeit Patienten; die verschiedenen Studien decken eine Reihe von Wirkstoffen, Therapiekonzepten und alle Phasen der CML ab. Als Prüfer in einer oder mehreren dieser Studien können CML-Behandler in allen Bereichen der medizinischen Versorgung aktiv daran mitwirken, medizinisch-wissenschaftliche Fortschritte so schnell und sicher wie möglich in Standardtherapien zum Wohle aller Patienten umzusetzen.
Lesen Sie mehr 
CML

Deutsche CML-Allianz

Die Deutsche CML-Allianz bündelt die Kräfte aller, die an der Behandlung und Erforschung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) beteiligt sind. Ziel ist es, das CML-Management zu verbessern – durch den erweiterten Zugang zu klinischen Studien und modernen Behandlungsformen für Patienten, wo immer sie sich für eine Behandlung entscheiden. Die CML-Allianz ist eine Plattform für Ärzte, klinisches Studienpersonal, Labordiagnostiker und Patientenvertreter und bietet nationale und regionale Netzwerke, Bildung und Information. Dieses innovative Kooperationsmodell bringt alle Bereiche der medizinischen Versorgung und Diagnostik zusammen, thematisiert praktische Aspekte der Durchführung klinischer Studien und bezieht die Patienten als aktive Partner in den Forschungsprozess mit ein.
Lesen Sie mehr 
CML

Kasuistik-Quiz: Erstdiagnose chronische myeloische Leukämie

Eine 45-jährige Patientin hat seit über 3 Monaten Rippenschmerzen. Eine orthopädische Behandlung bewirkt nur eine kurzfristige Besserung. Im Verlauf stellt sich eine progrediente Fatigue ein, sodass sie schließlich nicht mehr arbeiten gehen kann. Hinzu kommen Appetitverlust und Oberbauchschmerzen, die sich bei tiefer Inspiration verstärken. Im Blutbild beim Hausarzt zeigt sich eine Hyperleukozytose von 415 Gpt/l (415x109/l), sodass eine notfallmäßige Einweisung in die nächste universitäre Klinik für Hämatologie und Onkologie erfolgt.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend

CML, Myelofibrose, Polycythaemia vera, Multiples Myelom und Eisenüberladung

Im Rahmen des 57. Jahreskongress der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie wurden in über 4.500 wissenschaftlichen Abstracts Studiendaten vorgestellt, die die Therapie zahlreicher hämatologischer Erkrankungen – wie beispielsweise chronische myeloische Leukämie, Myelofibrose, Polycythaemia vera, Multiples Myelom und Eisenüberladung – in naher Zukunft maßgeblich verändern könnten.

Lesen Sie mehr