Journal Hämatologie
Gesundheitspolitik
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Anteil der jugendlichen Rauschtrinker sinkt

Die Zahlen gehen auf eine Auswertung der Kaufmännische Krankenkasse KKH zurück. Die Krankenkasse wertete Daten der eigenen 12 bis 18 Jahre alten Versicherten zur stationären Behandlung einer Alkoholvergiftung aus – und rechnete die Ergebnisse anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf die bundesweite Bevölkerungszahl dieser Altersgruppe hoch. Nach den Daten der eigenen Versicherten der Kasse lag der Anteil der 12- bis 18-Jährigen mit einer stationär behandelten Alkoholvergiftung 2023 in der Altersgruppe bei 0,14% (2022: 0,19%). Hochgerechnet auf die rund 5,5 Millionen Menschen in dem Alter in Deutschland kam die Kasse auf die etwa 7.650 (2022: rund 10.680) Fälle.

Konsum von 5 oder mehr alkoholischen Getränken

Als Rauschtrinken gilt nach KKH-Angaben der Konsum von 5 oder mehr alkoholischen Getränken etwa bei einer Party. Das entspreche etwa 70 Gramm Reinalkohol. Allerdings warnte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) im vergangenen Jahr, es gebe keine sichere Alkoholmenge für einen unbedenklichen Konsum.

Keine Rückschlüsse auf den generellen Alkoholkonsum von Jugendlichen möglich

Die KKH-Psychologin Franziska Klemm sagte: „Weniger Krankenhausaufenthalte bedeuten noch nicht, dass der Alkoholkonsum bei Jugendlichen insgesamt zurückgegangen ist.“ Die Zahlen erfassten nämlich nur die jugendlichen Rauschtrinker, die wegen ihrer Alkoholexzesse in der Notaufnahme landeten.

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Quelle:

dpa